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Jizerska padesatka – SWIX Ski Classics Debüt in 2015

Nachdem ich in Livigno noch leicht angeschlagen auf das erste Rennen innerhalb der SWIX Ski Classics Serie verzichten musste, war es am vergangenen Wochenende endlich soweit. Im tschechischen Bedrichov nahe der Wintersportmetropole Liberec startete ich beim 48. Jizerskapadesatka. Der Jizerska 50 gilt innerhalb der Rennserie als eines der schwereren Rennen, da auf einer Distanz von 50 Kilometern knappe 1000 Höhenmeter bewältigt werden müssen.

Angesichts der Wetterprognosen und dem starken Regen bei unserer Ankunft am Freitag, machte ich mir schon etwas Sorgen, dass der Wettkampf möglicherweise nicht ausgetragen werden würde. Auch das Testen meiner Ski am Samstag erinnerte mehr an die sommerliche Sportart Wasserski als an Skilanglauf. Im strömenden Regen entschied ich mich recht flott und rutschte noch ein wenig durch den Matsch. Der Wetterbericht versprach in der Nacht von Samstag auf Sonntag fallende Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt und so hoffte ich auf feste, schnelle Bedingungen. Er versprach nicht zu viel!

Am Renntag wurde den knapp 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine den Umständen entsprechend gut präparierte Loipe präsentiert, wobei diese um fünf Kilometer auf 45 Kilometer Rennlänge gekürzt wurde. Außerhalb des Startbereichs gab es am linken und am rechten Rand des Kurses je eine teilweise ziemlich holprige Spur. Im Vorfeld meiner ersten Teilnahme am Jiz50 entschied ich mich dem Trend zu folgen und auf Steigwachs zu verzichten. Ich wusste, dass es ein Spiel mit dem Feuer sein würde, wollte mich aber einfach mal vom Streckenverlauf überraschen lassen ;-)

Es war genau 9.00 Uhr, als der Startschuss fiel und damit auch die Jagd auf die 15 Minuten vor uns gestarteten Elite-Damen begann. Ich kam echt gut raus, doch spürte in der etwa zwei Kilometer langen Anfangssteigung schnell, dass ich schon ziemlich beißen musste um Anschluss an der Gruppe zu halten. Es gelang mir leider nicht und so war es auf den ersten Kilometern ein etwas einsames Rennen. Erst nach etwa 13 Kilometern, am höchsten Punkt der Strecke, bildete sich eine harmonierende fünfköpfige Gruppe. Irgendwie war es auf den langen Geraden des Gebirgskammes ein teilweise sehr einsames und gerade wegen des Windes auch stürmisches Rennen. Die Abstände vergrößerten sich relativ schnell und so erblickte man teilweise hunderte Meter vor bzw. nach unserer Gruppe keinen anderen Läufer. Besondere Konzentration erforderte das kontinuierliche Doppelstockschieben außerhalb der Spur!Kein Problem für mich, denn diese Saison durften wir ja alle recht lang Rollern – da gibt´s auch keine Spur. Peu a peu überholten wir die vor uns gestarteten Frauen, von denen doch einige unverhältnismäßig oft die Spur wechselten und somit immer mal wieder einige Skatingschritte einbauten (kommt bei den Männern genauso häufig vor). Ein leider oft ungeahndetes Phänomen bei den Rennen der Schubspezialisten. Die Kilometer verflogen, mein Trinkrucksack leerte sich und bei KM 40 schlossen wir auf eine 4-er Gruppe auf, wodurch sich die plötzliche Möglichkeit ergab, das Rennen doch noch etwas besser abzuschließen. Über meine aktuelle Platzierung hatte ich allerdings keine Auskunft und schätze eine Position zwischen 60 und 70 als realistisch ein. Trotz leicht krampfender Muskulatur konnte ich mich auf den letzten beiden Kilometern in Richtung Ziel (war fast alles Abfahrt :-D ) nochmal richtig pushen und wurde im Zielsprint Zweiter unserer Gruppe.

Endstand Platz 44, mit dem ich mit Blick auf die hochklassige Konkurrenz und die wenigen Wettkampfkilometer nicht ganz unzufrieden bin. Meine bisweilen beste Platzierung in einem SWIX Ski Classics Wettbewerb.

Hier geht´s zu den Ergebnissen!

EricThomas EricThomas • Januar 12, 2015


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